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Praxis für Physiotherapie
Markus Bußmann
Bachstraße 3
46514 Schermbeck

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Fax: 02853 - 60 40 795
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News

Seltene Erkrankungen

Eine seltene Erkrankung geht nahezu immer damit einher, dass die Öffentlichkeit kaum etwas darüber weiß; auch gibt es deutlich weniger Expert:innen wie behandelnde Ärzt:innen oder Therapeut:innen. „So auch bei Epidermolysis bullosa, kurz EB. Patient:innen sind als ‘Schmetterlingskinder‘ bekannt geworden, weil ihre Haut so empfindlich ist wie die Flügel eines Schmetterlings“, erklärt Florian Prinz. Der Ergotherapeut hat mehrere Jahre in der Abteilung für Physikalische Medizin am Universitätsklinikum Salzburg in enger Zusammenarbeit mit dem dort ansässigen EB-Haus Austria, der weltweit ersten Spezialklinik für Menschen mit Epidermolysis bullosa, gearbeitet. Er betont, dass bei EB Netzwerke eine ganz besondere Rolle spielen. Auch als Ergotherapeut mit eigener Praxis betreut er Kinder mit dieser genetisch bedingten, seltenen Erkrankung. Bei seiner ergotherapeutischen Intervention geht es um Aufklären des sozialen Umfelds, Alltagsbewältigung, motorische Entwicklungsunterstützung und darum, die Beweglichkeit und damit Funktionstüchtigkeit der Hände und Füße möglichst lange zu erhalten.

Es ist eine Genmutation, also eine Veränderung des Erbguts, welche die seltene Erkrankung Epidermolysis bullosa verursacht. Die vier Hauptformen der EB unterscheiden sich unter anderem durch unterschiedlich ausgeprägte Schweregrade. Das typische Erscheinungsbild dieser Erkrankung ist die Blasenbildung auf der Haut und meist auch auf den Schleimhäuten. Bei bestimmten Subtypen der EB sind auch innere Organe betroffen. Epidermolysis bullosa simplex ist die häufigste Form. Spezielle Salben bringen Linderung und beschichtete Verbände schützen die Betroffenen so, dass sie ihren Alltag einigermaßen gut bewerkstelligen können. Dass sich der Alltag für die Kinder mit einer der schweren Formen anders gestaltet und für die gesamte Familie in vielerlei Hinsicht mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung fordert, erklärt sich unter anderem durch die hohe Verletzungsgefahr und den Zeitaufwand für die medizinische Versorgung. Es ist ein Kreislauf aus großflächiger Blasenbildung, daraus entstehenden Wunden, Heilungsprozess, Vernarbungen.

Netzwerken – Austausch mit anderen Eltern von Kindern mit Epidermolysis bullosa „Trotz ihrer Einschränkungen ticken diese kleinen Helden genau wie andere Kinder, wollen spielen, lernen, sich das Leben erobern und sie sind ebenso fröhlich oder ernst wie jeder Mensch“, berichtet Florian Prinz von seinen bisherigen Begegnungen und Erfahrungen. Eine der ersten Aufgaben, die beispielsweise Ergotherapeut:innen übernehmen, ist, Eltern von Kindern mit Epidermolysis bullosa auf bestehende Netzwerke aufmerksam zu machen, sofern dies nicht schon in der Klinik passiert ist. Betroffene Familien helfen sich gegenseitig am besten, denn Eltern und die betroffenen Kinder selbst sind die besten Expert:innen bei allem, was im Zusammenhang mit dieser seltenen Erkrankung steht. Ein reger Austausch, um Tipps weiterzugeben oder zu erhalten, ist gerade am Anfang eine wesentliche Hilfe, ebenso wie die Hilfe unterstützender Einrichtungen. Sind Kinder mit EB noch sehr klein, verbringen sie ihre Zeit vor allem im familiären Umfeld. In dieser Phase richtet sich der Fokus behandelnder Ergotherapeut:innen wie Florian Prinz in erster Linie auf die motorische Entwicklungsverzögerung. Was passiert: jeder Positionswechsel oder Bewegungen, bei denen unter anderem die Knie, die Hand- und Fußflächen belastet werden, können eine Blasenbildung verursachen, sodass großflächige Wunden entstehen. Um dies zu vermeiden, verharren viele Kleinkinder mit EB lange in einer passiven Sitzposition; Stehen und Gehen beginnt verzögert. Ohne eine entsprechende Behandlung, beispielsweise durch Ergotherapeut:innen, sind diese Kinder später beim gemeinsamen Spielen und Bewegen – zusätzlich zu den mit Blasen und Wunden übersäten Körperteilen – mit anderen Kindern meist eingeschränkt.

Inklusion – Aufklären des Umfelds von Kindern mit Epidermolysis bullosa Sobald ein Kind mit Epidermolysis bullosa in den Kindergarten und später in die Schule kommt, sind Ergotherapeut:innen gefragt, um der Inklusion den Weg zu bereiten. „Das bedeutet zunächst Aufklärungsarbeit“, so Florian Prinz. Der Ergotherapeut fährt fort: „Oft sind Fragen wie ‚Ist das ansteckend?‘, oder ‚Welche Hilfsmittel sind nötig?‘ zu beantworten – den Eltern, Erzieher:innen und Pädagog:innen ebenso wie den anderen Kindern aus der Klasse, wenn das möglich ist“. Für das soziale Umfeld ist es eine große Hilfe, mehr über die Erkrankung zu wissen. Lehrer:innen sollten im Vorfeld darüber informiert sein, was sie erwartet, wenn sie eine Klasse mit einem Kind mit Epidermolysis bullosa übernehmen und welche Unterstützung es braucht. Wird eine Assistenzkraft ebenfalls im Unterricht anwesend sein? Wo kann das Kind mit EB sitzen, ohne durch vorbeilaufende andere Kinder Rempler abzubekommen, die bei ihm Blasen und Wunden verursachen? Wie lässt sich die Teilnahme an Sport- und Werkunterricht ermöglichen? Ergotherapeut:innen befassen sich generell mit der Gesamtsituation und mit allen Aspekten, um ein möglichst selbstständiges Teilnehmen am Alltagsgeschehen zu bewirken. Sie finden dank ihrer einfühlsamen Art immer gemeinsam und im Schulterschluss mit den Pädagog:innen und ebenso dem familiären Umfeld praktikable Lösungen für aufkommende Fragen. Vor allem empfehlen sie einen offenen Umgang miteinander. Ein Kind mit Epidermolysis bullosa kann am besten selbst über sich berichten und manch Fragender kommt ins Staunen, wenn er oder sie hört, dass Hobbys wie Reiten oder ein Instrument spielen durchaus möglich sind. Dies entspricht auch dem aktuellen Ansatz der Behandlung: die Kinder mit EB möglichst früh zu schulen, wie sie durch Sturzprophylaxe, Wahrnehmungstraining und eine aktive Motorik mobil sein und ihren Alltag dennoch verletzungsarm gestalten können.

Handtherapie – ein Spezialgebiet von Ergotherapeut:innen Eine Ausprägung einer schweren Unterform von Epidermolysis bullosa sind Verwachsungen an den Händen: Die Haut zwischen den Fingern wächst im Laufe der Zeit zusammen, die Gelenke lassen sich allmählich immer weniger beugen und strecken, so dass die Finger am Ende nicht mehr einzeln beweglich sind. Dieser Prozess kann bereits sehr früh, ab zwei Jahren, einsetzen. Es gibt eine Reihe von Ergotherapeut:innen, die sich auf Handtherapie spezialisiert haben. Das Ziel bei Kindern mit Epidermolysis bullosa ist, den Handstatus möglichst lange stabil zu halten. Daher ist es äußerst wichtig, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt mit dem passiven Durchbewegen der Hände zu beginnen. Weitere Möglichkeiten, die Verwachsungen und Bewegungseinschränkungen der Finger zu verlangsamen, sind spezielle Bandagierungstechniken für die Finger, extra hierfür entwickelte Handschuhe oder Schienen, die Ergotherapeut:innen anfertigen. Aufhalten lässt sich der Prozess des Verswachsens nicht, doch kann es gelingen, eine Operation, bei der die Verwachsungen der Hände gelöst werden möglichst lange hinauszuzögern. Denn was sich zunächst vielversprechend anhört, birgt Nachteile. Abgesehen vom allgemeinen OP-Risiko gestaltet sich die folgende Rehabilitation oftmals herausfordernd, da die Kinder Schmerzen haben, die Finger nicht gleich bewegen können, Schienen tragen müssen und das Berühren der operierten Hände nur eingeschränkt möglich ist, da es die bekannten Verletzungen verursacht. Zudem verschlechtert sich der Zustand der operierten Hand oder Hände im Lauf der Zeit wieder und das Resultat der Operation hält in der Regel lediglich für zwei bis drei Jahre. „Diese Informationen sind Bestandteil unserer Kommunikation mit den Eltern von Kindern mit EB, beziehungsweise sind die Kinder in die Gespräche miteinbezogen, wenn sie schon größer sind und verstehen, worum es geht“, erklärt der Ergotherapeut Florian Prinz seine heikle Aufgabe: Es ist eine Gratwanderung zwischen dem verständlichen Wunsch der Betroffenen, wieder gesunde Hände zu haben und dem, was realistisch betrachtet möglich ist. Entscheidet sich eine Familie für die Operation, ist es die Aufgabe von Ergotherapeut:innen, die operierten Hände fachkompetent und bestmöglich nachzubehandeln. Das Ziel: die neu gewonnene Bewegungsfreiheit und Funktion der Finger möglichst lange erhalten.

Alltagsbewältigung – Hilfsmittel und immer wieder neue Tipps Das Arbeitsfeld von Ergotherapeut:innen ist vor allem auf die Bewältigung des Alltags ausgerichtet. Darum drehen sich auch die Interventionseinheiten bei Florian Prinz. Dazu der Ergotherapeut: „Ich kümmere mich beispielsweise darum, dass die Kinder mit EB, die ich betreue, die für sie passenden Hilfsmittel bekommen und nutzen dürfen und können“. Dazu gehören etwa besondere Sitzmittel, spezielle, ergonomische Stühle, ein Aufzeichnungsgerät oder elektronische Geräte, mit denen sich trotz eingeschränkter Handfunktion Notizen erfassen lassen, Verschlusshilfen, die dafür sorgen, dass die Kinder Verschlüsse oder Schlüssel alleine auf- und zudrehen können… die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. „Gegen die Erkrankung selbst können wir nichts tun, aber durch die Unterstützung gewährleisten wir den Kindern mit Epidermolysis bullosa, ihren Alltag möglichst selbstständig zu bewerkstelligen“. Das Positive ist, dass dank der Unterstützung und der Impulse, die die erkrankten Kinder und ihre Familien erhalten, immer neue Ideen entstehen, die das Leben erleichtern, so dass das Schöne in den Vordergrund treten und eine veränderte Wahrnehmung stattfinden kann.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche
Mehr Informationen zu Epidermolysis bullosa: https://www.debra-austria.org und https://www.ieb-debra.de

23.06.2022 DGA | Quelle: Deutscher Verband Ergotherapie e.V.

Nach Knieverletzung (Vorderes Kreuzband)

Knieverletzungen, besonders wenn das Vordere Kreuzband betroffen ist, bedeuten meist sofort: raus aus dem Sport. Nach einer Operation müssen Athleten im Anschluss viel Geduld und Fleiß bei der Reha zeigen, ehe sie wieder zurück in den Sport können. Doch wann ist es eigentlich so weit, wie wird das untersucht, gemessen, getestet, was spielt eine entscheidende Rolle dabei und was können Sportler selbst tun, um den Prozess eventuell zu beschleunigen? Darüber berichtet Prof. Dr. Wolf Petersen, Chefarzt der Klinik für Orthopädie/Unfallchirurgie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor am Martin-Luther-Krankenhaus Berlin auf dem 37. Kongress der GOTS.

Das Hauptrisiko für eine Verletzung des vorderen Kreuzbands (VKB) liegt vor allem in den Sportarten Fußball, Handball, Volley- und Basketball und im Ski alpin, also in Sportarten mit schnellen Richtungswechseln. Besonders die Altersklasse der 16 bis 25Jährigen ist hiervon betroffen, Mädchen und Frauen durchaus häufiger, bedingt durch Bewegungsmuster, die eine X-Bein-Stellung fördern.

In dieser Stellung kommt das vordere Kreuzband unter Stress. Kommt in der Bewegung der Körperschwerpunkt zusätzlich noch hinter das Knie, muss der Streckmuskel aktiviert werden um das Gelenk zu stabilisieren. Die Kraft dieses Muskels kann dann dazu führen, dass das vordere Kreuzband reißt.

Prof. Petersen: „Bei einer Begleitverletzung, zum Beispiel wenn der Meniskus mit betroffen ist, heißt es schnell operieren. Durch Nähen des Meniskus und den Ersatz des Kreuzbandes durch ein Transplantat. Gibt es keine Begleitverletzung kann man auch 4 bis 6 Wochen mit der OP warten, bis das Kniegelenk von der Reizung und Schwellung befreit ist.“

Als Transplantat – Ersatz für das VKB – eignen sich Beugesehnen, Patellarsehne und Quadrizeps-Sehne. Letztere wird vor allem für jüngere Sportler bevorzugt, um, je nach auszuübender Sportart, die Beugesehnen zu schonen.

In den ersten beiden Wochen erfolgt eine Teilentlastung, zum Beispiel durch Gehen an Krücken, Tragen von Orthesen oder ähnlichen Hilfsmitteln. Insgesamt braucht es nach der Operation dann meist 8 Monate, ehe wieder trainiert werden kann.

„Bei der Rückkehr in den Sport geht man heute aber vom rein zeitbasierten Vorgehen weg hin zu funktionellen Tests“, so Petersen. Über 6 bis 8 Monate werden Kraft, Balance, Beweglichkeit, Gelenkstabilität, Sprungkraft und viele weitere Parameter in speziellen Messverfahren ermittelt. Bei der Sprungkraft beispielsweise spielen die Höhe und Weite des Sprunges eine ebenso entscheidende Rolle, wie die Qualität der Landung, die nicht in einer X-Bein-Stellung erfolgen soll.

Für die Entscheidung „Back to Sports“ ist der sogenannte „Lower Limb Symetry Index“ äußerst wichtig. Heißt: Im Verhältnis zur gesunden Seite muss das operierte Knie mindestens über 85 Prozent eines jeden Parameters wieder aufnehmen können.

Um dies so schnell wie möglich zu erreichen, können Sportler gezielte Programme absolvieren. Die Experten der GOTS empfehlen hier unter anderem das Programm „STOP-X“. Es beinhaltet eine Auswahl von geeigneten neuromuskulären Übungen, um die Funktion des Kniegelenkes nach einer Verletzung oder Operation wiederherzustellen.

„Nur ´ein bisschen´ Physiotherapie reicht hier nicht. Es ist wichtig, dass die Sportler viel in Eigenregie machen. Eine gezielte Prä- und Rehabilitation sind unerlässlich“, so Petersen.

Seltener gibt es nach VKB-Verletzung auch eine komplett konservative Behandlung. Dies ist der Fall, wenn keine Begleitverletzungen vorliegen und der Patient im Anschluss nicht mehr viel Sport treiben will. Mit funktionellen Tests finden die Ärzte dann heraus, ob der Betroffene das kaputte Band kompensieren kann oder nicht.

Logopädieverband fordert einheitliche hochschulische Ausbildung

„Eine einheitliche hochschulische Ausbildung muss zentraler Bestandteil eines neuen Berufsgesetzes in der Logopädie/Sprachtherapie sein", fordert die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch, im Vorfeld des dbl-Jahreskongresses, der am 20. und 21. Mai 2022 in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz stattfindet. Bund und Länder hätten eine Modernisierung des mittlerweile 42 Jahre alten Berufsgesetzes seit vielen Jahren zugesagt, aber immer wieder auf die lange Bank geschoben.

"Aktuell ist die Logopädie in Deutschland von der europaweit üblichen hochschulischen Ausbildung ausgeschlossen. Dabei verfügen ca. 80 Prozent der Absolventen über eine Hochschulzugangsberechtigung und immer mehr der (berufs-)fachschulisch Ausgebildeten erwerben parallel oder im Anschluss zusätzlich einen Hochschulabschluss", so Karrasch. „Für die Berufsfachschüler bedeutet dies jedoch, dass sie enorme Kosten und eine bis zu sechsjährige Ausbildungszeit in Kauf nehmen müssen, um eine international anschlussfähige Ausbildung zu erhalten. Das ist unzumutbar!“, unterstreicht die dbl-Präsidentin.

Seit Jahren belegen die an deutschen Hochschulen laufenden und 2016 sowie 2020 umfassend evaluierten Modellstudiengänge in der Logopädie eindrucksvoll die Notwendigkeit einer hochschulischen Ausbildung. Auch die Umsetzbarkeit, Qualität und Finanzierbarkeit entsprechender Studiengänge konnte 2019 in Studien nachgewiesen werden.

"Die Untätigkeit der Politik gefährdet die ohnehin mit Fachkräftemangel  belasteten Berufsgruppen der Logopädie/Sprachtherapie, die Weiterentwicklung des Faches in Forschung und Wissenschaft, die überfällige Vereinheitlichung der aktuell zwölf unterschiedlichen berufsfach- und hochschulischen Ausbildungswege in einem neuen Berufsgesetz sowie nicht zuletzt auch die dauerhafte Sicherstellung einer hochwertigen ambulanten und stationären Versorgung der Patientinnen und Patientenversorgung mit logopädischer Diagnostik und Therapie", so die dbl-Präsidentin.

Hintergrund
Alle Berufsverbände der Logopädie/Sprachtherapie setzen sich im Arbeitskreis Berufsgesetz gemeinsam für die Akademisierung und Vereinheitlichung der Ausbildung ein (www.arbeitskreis-berufsgesetz.de). Daneben engagiert sich der dbl zusammen mit Verbänden der Ergotherapie und der Physiotherapie im Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen für eine Ausbildung aller drei Berufsgruppen auf Hochschulniveau (https://buendnis-therapieberufe.de/).

Cardio and more

Wir kennen es doch alle: stundenlang vor dem Rechner — nach einem langen Arbeitstag wollen wir nur noch ab auf die Couch. Das haben wir uns schließlich verdient! Endlich mal Ruhe. Denkste. Denn früher oder später meldet er sich: unser Rücken. Und das auch irgendwie zu Recht. Und nun? Na, die Antwort kennen wir auch alle: Sport. Aber Vorsicht! Nicht alle Sportarten sind gesund für unseren Rücken. Die Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) schaut genau hin und gibt Tipps.

Wir lieben Cardio – Sport, aber rückengerecht

Der Name sagt es schon: Herz-Kreislauf-Übungen sind super gut für das Herz. Aber was ist, wenn auch andere Teile des Körpers — wie zum Beispiel der Rücken — davon profitieren? Ja, richtig gelesen! Es hat sich herausgestellt, dass Ausdauertraining sogar richtig gut für den Rücken ist. Das ist bereits ein guter Grund, einige herzgesunde Übungen in Ihr Trainingsprogramm aufzunehmen. Sehen Sie sich diese Liste rückengesunder Sportarten für jede Jahreszeit an und überlegen Sie sich, ob Sie eine davon einfach einmal ausprobieren wollen. Schon bald werden Sie sich von den lästigen Rückenschmerzen verabschieden können und das Leben in vollen Zügen genießen. Mit Sportarten für einen gesunden Rücken kennen wir uns bei der Aktion Gesunder Rücken e.V.  aus – und haben die Schönsten für Sie zusammengetragen.

Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen …

Gelenkschonend soll es sein, die Körpermitte stärken und bitte die Herzfrequenz ordentlich nach oben treiben? Et voilà: Schwimmen! Es schont Ihre Gelenke und trainiert gleichzeitig alle Muskeln Ihres Körpers. Außerdem: Was gibt es Schöneres als ein Bad in einem kühlen See an einem heißen Sommertag? Genau. Nichts. Viele gleiten gemächlich mit der Brustschwimmtechnik durchs Wasser. Um die Nackenmuskeln zu entlasten, sollten Sie dabei jedoch immer mal den Kopf untertauchen und ihn nicht die ganze Zeit starr über der Oberfläche halten. Rückenschwimmen gilt übrigens als der insgesamt gesündeste Schwimmstil. Hier ist es wichtig, den Kopf nicht zu weit nach hinten zu strecken.

Das Wandern ist des Menschen Lust

Auch beim Wandern spielt Wasser eine zentrale Rolle. Um Überanstrengung und Dehydrierung zu vermeiden, nehmen Sie viel Wasser mit und machen Sie regelmäßig Pausen. Denn Wandern ist eine tolle Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und dabei aktiv zu bleiben. Damit Sie nicht von einer Wanderung mit wunden Füßen nach Hause kommen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie nicht lieber in stützende Schuhe investieren. Diese sorgen dafür, dass Ihre Füße bequem gelagert und geschützt sind, damit sie Ihren Rücken bei der nächsten Wanderung gut stützen können! Auch der richtige Rucksack mit Brust- und Beckengurt ist ein guter Begleiter. Zudem sollte die Route nicht zu lang und anspruchsvoll, sondern Ihrem Leistungsniveau angepasst sein. Was es noch zu beachten gilt, können Sie hier lesen: www.agr-ev.de/rueckentipp/3-tipps-zum-rueckenfreundlichen-wandern

Gut für Seele, Geist und Rücken: Yoga

Child’s Pose, Mountain Pose, Vierfüßlerstand – klingt erst mal komisch. Ist aber richtig gut für den Rücken! Yoga ist eine der besten Maßnahmen für die Gesundheit des Rückens, denn es stärkt die Muskeln und verbessert die Beweglichkeit. Beides kann dazu beitragen, Verletzungen zu vermeiden. Beim AGR-zertifizierten ABJETZT/YOGA-Kurs (www.agr-ev.de/trainingsprogramme) werden Sie von einer zertifizierten Yogalehrerin angeleitet. Das Hatha-Yoga bietet ein Gesamtkonzept, das sowohl den Körper als auch den Geist trainiert. Jede Woche werden neue Yogaübungen gezeigt, die sich im Laufe des Kurses im Schwierigkeitsgrad steigern.

Skate it ‘til you make it

Wenn Sie Geschwindigkeit, Bewegung und einen gesunden Rücken lieben, werden Sie erstaunt sein, wie viel Spaß Inlineskaten machen kann. Eine gute Möglichkeit, in den Sport einzusteigen, ist der Unterricht bei einem anerkannten Trainer. Dieser hilft Ihnen, die Grundlagen des Inline-Fahrens zu erlernen, einschließlich Körperhaltung, Gleichgewicht und Vermeidung von Verletzungen.

Home is where my Gymnastikmatte is

Egal, ob Sie gleich morgens oder nach der Arbeit trainieren wollen, tun Sie dies ganz einfach bequem von zu Hause aus. Ist der Tag mal wieder zu voll, müssen Sie sich so keine Sorgen mehr machen, ob Sie es noch rechtzeitig ins Fitnessstudio schaffen. Alles was Sie brauchen ist das richtige Equipment. Wir haben ein paar Tipps dazu für Sie zusammengestellt.

Ihre Checkliste für rückenschonende Gymnastikmatten:

  • Die Matte sollte für den Komfort und als Schutz vor Verletzungen über gute Dämpfungseigenschaften verfügen.
  • Achten Sie darauf, dass sie nicht kleiner als 58 cm in der Breite und 120 cm in der Länge ist, so kann der Oberkörper samt Kopf gut abgelegt werden. Nutzen Sie die Matte überwiegend für stehende Übungen oder als Rutschsicherung, kann auch mal von dem Maß abgewichen werden. Gleiches gilt, falls sie von Kindern genutzt wird.
  • Die Matte sollte außerdem leicht zu handhaben sein und sich einfach in die Ausgangsform zurücklegen lassen. Zudem sollte sie rutschfest, langlebig, belastungsfähig und vielseitig einsetzbar sein.
  • Wichtig ist auch eine einfache Reinigung, Schweiß darf nicht eindringen.
  • Weitere wichtige Anforderungen sind Hautfreundlichkeit und eine angenehme Haptik.
  • Abschließend sollte sie gut isolieren, also vor Bodenkälte schützen.

09.06.2022 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.



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